Beflügelt. Sichtbar. Verbunden.

FLATTEREI (Werk Anett Schuster, Foto: Katrin Markstein)
Text: Anett Schuster - Verwendung nur mit Zustimmung
Umsetzung meines Klöppelbriefs durch die Klöppelgruppe aus dem Bürgerhaus am Rosenhof/Chemnitz (Foto: Anett Schuster)

DIE FLATTEREI mit dem Begleitprogramm DIE SCHWÄRMEREI

Ende 2023 wurde ich angefragt, ob ich bei einer Kirchturmsanierung der Wildbacher Kirche das Baugerüst beklöppeln könnte. Ich schlug die Friedenstaube als Thema vor und entwickelte zusätzlich mit der Künstlerin Annett Beier ein passendes Begleitprogramm im Inneren der Kirche.  Im Rahmen des Projektes SCHWÄRMEREI entstand somit eine große geklöppelte XXL-Taube FLATTEREI als Symbol für Frieden und Gemeinschaft. Das Projekt wurde teilgefördert durch LEADER Westerzgebirge und vereinte künstlerische Kreativität mit regionalem Engagement.

Ziel war es, eine künstlerische Installation zu schaffen, die sowohl vor Ort als auch darüber hinaus Impulse vermittelt, zum Nachdenken anregt und die Idee der Friedenstauben in die Welt trägt. Die Umsetzung umfasste künstlerische Gestaltung, Vermittlung und die Einbindung der beteiligten Akteur*innen vor Ort.

DIE FLATTEREI – XXL-Friedenstaube August-Oktober 2025 am Außengerüst des Kirchturms. Ein Projekt Teilgefördert durch LEADER Westerzgebirge – ein monumentales Klöppelwerk 

DIE SCHWÄRMEREI – Das ehrenamtliche Begleitprogramm zur „Flatterei“ – seit Pfingsten 2025 in der Wildbacher Dorfkirche in stetigem Wachstum – ein Gemeinschaftsprojekt basierend auf der Friedenstaubenidee von Anett Schuster in Zusammenarbeit mit der Wildbacher Künstlerin Annett Beier, unterstützt durch den Heimatverein Wildbach e.V., die Dorfgemeinschaft, die GEDOK Mitteldeutschland e.V. und: EUCH!

Die ev.-luth. Kirchgemeinde Bad Schlema-Wildbach beantragte 2024 die Fördermittel für die FLATTEREI, so dass die Herstellung der großen Taube teilfinanziert werden konnte und stellte die Kirche zur Verfügung. Das Projekt war als Folgeprojekt ein Komplexvorhaben und verbunden mit dem Fördermittelantrag zur Kirchturmsanierung 

Für öffentliche Abbildungen meiner eigenen Werke und Entwürfe gelten die Regelungen der VG Bild-Kunst.

Weitere Infos und Bilder zum Projekt, der geschichtsträchtigen Kirche, den Beteiligten und der Klöppelbrief unter: 

http://schwaermerei.info

http://instagram.com/schwaermerei2025

+ English version about the project below in gallery +

Wie es weitergeht: 

Unser Dank gilt allen, die dieses Projekt begleitet, unterstützt und zu dem gemacht haben, was es war.  Wir danken euch für euer Mitmachen, die Gespräche, die Momente, das Vertrauen und die Offenheit. Allen Täubcheneltern für jedes einzelne Täubchen, dem Heimatverein für die unermüdliche Arbeit beim Hängen, der Dorfgemeinschaft Wildbach, der GEDOK Mitteldeutschland e.V. für die Unterstützung, allen glänzenden Augen. Für die vielen stillen ebenso wie die intensiven Begegnungen. Das Projekt hat gezeigt, wie viel Resonanz entstehen kann, wenn Menschen sich auf einen gemeinsamen Gedanken einlassen. Es hat auch gezeigt, dass es keinen Frieden um jeden Preis geben kann, wenn bewusst Grenzen überschritten oder Machtverhältnisse reproduziert werden, sei es geschlechtsspezifisch oder institutionell geprägt. All die Erfahrungen, die wir teilen konnten, bleiben wertvoll und lebendig. Lasst uns diese Energie weitertragen. Seid auch dabei weiter ein Täubchen im Schwarm. Auch Kleines kann im Schwarm großartig werden. 

Der Schwarm im Kirchenhimmel soll nun bis ins Jahr 2026 hängen bleiben. Die große Taube wurde Ende Oktober aufgrund des Gerüstabbaus wieder abgenommen und liegt nach Reinigung aktuell bei mir. Gemäß den Fördermittelvoraussetzungen ging das Eigentum an die Kirche über, die Nachnutzung obliegt dieser unter Beachtung die gesetzlichen Urheberrechte. 

Im Sinne unseres Projektgedankens und des Fördermittelantrages habe ich den kostenfreien Verleih ausdrücklich freigegeben als Nutzungsrecht.

Darüber hinausgehende Nutzungen, besonders die von der Kirche angestrebte Vermietung, zählt zu kommerziellen Nutzungen und bedarf ausdrücklich meiner Zustimmung und muss zudem von der Kirche mit den Fördermittelrichtlinien geklärt werden. Eine vorgelegte Vereinbarung war meinerseits bei Verleih gegen Gebühr nicht an eine finanzielle Beteiligung gebunden, sondern ausschließlich an eine Prüfung in jedem Einzelfall, in dem die Kirche die Taube gegen Entgelt verleihen möchte und der Voraussetzung,  dass die Gelder für die Kirche oder Projekte im Projektgedanken verwendet werden. Eine pauschale Freigabe für kommerzielle Nutzungen der Friedenstaube  kann und wird es von mir nicht geben. Die Kirche hat diese Vereinbarung nicht angenommen. Ob und wann die große Taube wieder öffentlich gezeigt wird, ist daher ungewiss. Ich bin in der Planung, eine kleinere, reisefähige Version der Taube unabhängig von der Kirche zu realisieren, die auf Reisen gehen und Impulse setzen kann. 

Die Idee des Schwarmes darf und soll von anderen aufgegriffen werden und gemeinsam weitergetragen werden. Schwärmt, flattert, macht eigene Täubchen und Projekte – gemeinsam, für alle. Es ist heute wichtiger denn je. Wir wissen bereits von einem Projekt in Thüringen, das dieses Jahr wohl umgesetzt werden soll.  Habt ihr Fragen, wie man einen Schwarm technisch umsetzen kann, meldet euch gern. . 

Der Klöppelbrief ist urheberrechtlich geschützt und bleibt weiterhin frei zur nicht-kommerziellen Nutzung. Er darf geteilt, genutzt und weitergegeben werden, solange dies im Projektgedanken geschieht. Eine parteipolitische, parteiliche oder weltanschaulich instrumentalisierende Nutzung ist ausgeschlossen, auch die Beteiligung von Personen, denen ich eine Kontaktaufnahme untersagt habe (§12ff UrhG). Kommerzielle Nutzungen – auch auf Spendenbasis – bitte zukünftig vorab absprechen.  

Die Herstellung der großen Taube konnte teilfinanziert werden durch LEADER Westerzgebirge und einen Eigenanteil der Kirche. Das Begleitprogramm SCHWÄRMEREI  wurde vollständig ehrenamtlich durchgeführt. Kosten darin wurden von mir selbst getragen. Ich habe dieses Projekt von Herzen gern getragen, ohne Kirchenmitglied oder Einwohnerin zu sein, aus Respekt vor dem Projekt, den Menschen und dem Ort.

Idee eines Kunstprojektes am Kirchturm als Mehrwert für eine Fördermöglichkeit zur Kirchturmsanierung: Annett Beier; Idee & Durchführung der Klöppeltaube und des Friedenstaubenthemas als Begleitprogramm: Anett Schuster. Entwicklung & Durchführung Begleitprogramm Schwärmerei: Annett Beier & Anett Schuster. Die Kirchgemeinde ermöglichte den Zugang zur Kirche. Der Projektantrag FLATTEREI war als Komplexvorhaben verbunden mit dem Projektantrag zur Sanierung des Kirchturms, welcher bereits u.a. ein allgemeines Klöppelkunstprojekt am Gerüst als Folgevorhaben enthielt. Der Antrag wurde von der Pfarrerin 2024 selbst eingereicht. Bei der Kirche sind Spenden eingegangen, die den Eigenanteil an der Taube übersteigen. Diese Mittel können der Sanierung des Kirchturms zugutekommen. Über die genaue Höhe der Spenden liegen uns keine Informationen vor.

Bildrechte FLATTEREI: VG Bild Kunst